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LunchTime Lectures
georgiadis
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Stepahn Trüby, AADipl., Zürich:
„Architektur, Materialität, Elektromagnetismus“
Di. 22.06.2010, 13:30h, Mehrzwecksaal, Neubau II.
Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart

"Das sichtbare Licht, einstmals ein göttliches, ist durch die Arbeit des deutschen Physikers Heinrich Hertz zu einem kleinen Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums degradiert worden. Jenseits der Regenbogenfarben lauern harmlose Radio- und Radarwellen, aber auch gefährliche Röntgen- und Gammastrahlen. Wie haben sie Architektur und Design verändert? Stephan Trüby gibt darauf eine Antwort."

Stephan Trüby, geb. 1970, ist Freier Architekt und Architekturtheoretiker sowie Direktor des Postgraduierten-Studiengangs Architektur und Szenografie der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Er studierte Architektur an der AA School in London. Von 2007 bis 2009 war er Professor für Architektur an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören "architektur_theorie.doc. Texte seit 1960" (Birkhäuser 2003, mit Gerd de Bruyn), "Exit-Architektur: Design zwischen Krieg und Frieden" (Springer 2008), "The World of Madelon Vriesendorp" (AA Publications 2008, mit Shumon Basar) und "Hertzianismus: Elektromagnetismus in Architektur, Design und Kunst" (Fink 2009). Trüby ist Gründer der Architektur-, Design- und Consultingfirma Exit Ltd. und Ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift ARCH+.

 
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Prof. Dr. Monika Wagner, Hamburg:
"Das Material als Akteur"
Di. 08.06.10 13:30h, Neubau II, Mehrzwecksaal.
Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart

In den bildenden Künsten zeigt sich seit geraumer Zeit ein zunehmendes Interesse an der Inszenierung des Materials als einem eigenständigem „Akteur“. Dies steht der tradierten Unterwerfung des Materials unter die Form diametral entgegen und geht mit veränderten Erwartungen an das Kunstwerk einher. Viele alltägliche Materialien, die sich gewissermaßen „von selbst“ verändern - wie z.B. verderbliche Nahrungsmittel, Abfall, Erde einerseits, Kunststoffe oder wachsende Pflanzen andererseits - wurden seit den 1960er Jahren von Künstlern wie Beuys, César, Dieter Roth, Robert Morris oder Hans Haacke als künstlerische Materialien genutzt. Dadurch entstanden Werke mit prozessual veränderlichen, mitunter unkalkulierbaren oder unabgeschlossenen Formen. Während zunächst Materialien des Verfalls und Vergänglichkeit den Horizont bildeten, operieren die Veränderungspotentiale von Materialien der Gegenwartskunst oft im Rahmen neuer Referenzfelder, wie sie – um nur ein Beispiel zu nennen - die Biogenetik darstellt. Ob sich mit den Materialien neben den Arbeitsprozessen auch die Funktionen von Kunst verändern, gilt es kritisch zu befragen.


 
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